Viele Gemeinden gründen eigene Schulen - sogenannte Gemeindeschulen

Guinea-Bissau ist eines der ärmsten Länder Westafrikas. Noch immer leiden die Menschen unter den Folgen des Bürgerkrieges Ende der 1990er Jahre.

53,7 % der Kinder fangen an zur Grundschule zu gehen, nur 4,1 % schließen diese jedoch ab. Angesichts der Schwäche des staatlichen Bildungssystems gründen viele Gemeinden eigene Schulen, sogenannte Gemeindeschulen. Doch diese sind oft ungenügend ausgestattet und es fehlt an Platz und ausgebildeten Lehrern. Viele Eltern sehen den Schulbesuch nur als Kostenfaktor und behalten ihre Kinder im Haus, damit sie auf dem Feld mithelfen können.

In Guinea-Bissau konnten wir zusätzlich noch privat helfen. Als Frau Käsehage 2011 mit Fotos zurück kam und man sah, dass in der Schule eines ihrer Patenkinder die Kinder auf dem Fußboden saßen, spendete eine Hamburger Familie € 500 für Schulbänke mit Tischen. Diese wurden vor Ort in Afrika angefertigt und ein Jahr später übergab Frau Käsehage die Bänke mit den Tischen der Schule von Plan International. Es war sogar noch Geld übrig. Davon wurde dann ein großer abschließbarer Schrank gekauft. Dieses war das erste Möbelstück im Dorf mit einer abschließbaren Tür und wurde sogleich für Medizin und andere wichtige Unterlagen genutzt.